Kolumbien April 2026
Kolumbien April 2026
12. - 27. April 2026
Diese Reise führte in den weniger bekannten Süden Kolumbiens, in die Departemente Nariño und Putumayo. Sara Colmenares von Naba Expeditions vermittelte uns Miles McMullan, den Verfasser von A Field Guide to the Birds of Colombia, als Guide und den lokalen Tourismusfachmann Jorge Hurtado, als umsichtigen Organisator und Fahrer. Wir hätten nicht besser betreut werden können!
Unsere Tour startete in Ipiales, an der Grenze zu Ecuador, wo wir die berühmte Kirche von Las Lajas besuchten und mit Sturzbachente (Torrent Duck) und Weisskappenwasseramsel (White-capped Dipper) zwei tolle Vogelarten fotografieren konnten.
Dann ging es in den Paramo der westlichen Andenkette, wo wir das Indigenengebiet bei Mueses besuchten und nebst einigen Leckerbissen der Vogelwelt wie Schwertschnabel (Swordbill) und Virginiauhu (Great Horned Owl) auch einen Einblick in die Kultur der Indios erhielten und einiges über die lokale Landwirtschaft erfuhren. Anschliessend unternahmen wir eine Bootsfahrt über die Laguna de la Bolsa, um am anderen Ufer eine Wanderung durch Paramo und den angrenzenden Wald zu unternehmen. An der Laguna von Nalnoa zeigte sich uns nebst zahlreichen Enten ein Bairdstrandläufer. Nächste Station war das Paramo von Azufral, wo wir unter anderen 6 verschiedene Kolibiriarten antrafen, darunter auch Black-tailed Trainbearer und Rainbow-bearded Thronbill.
Anschliessend überquerten wir die Andenkette und tauchten dem Rio Cauca folgend in den Choco ein. Unser erstes Ziel hier war das Nambi Reservat, wo uns verschiedene attraktive Arten erwarteten. Moss-backed Tanager, Flame-faced Tanager und Choco Brushfinch sind nur einige Beispiele. Andere Birder trafen wir keine, bis vor kurzem galt diese sehr artenreiche Region als zu unsicher. Die folgende Nacht verbrachten wir in der Lodge des La Planada Reservats, ein phantastischer Ort schon rein von der Landschaft her, den wir mit einem Allradfahrzeug erreichten. Nicht weniger beeindruckend war die artenreiche Vogelwelt. Am Morgen begrüsste uns der Gesang des Riesentagschläfers (Great Potoo) vor dem Bungalo, zwei Goldbandkotigas bildeten das fotografische Highlight (Green-and-black Fruiteater).
Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir in Jorge's Lodge, die sehr schön über dem Cocha See liegt, dem zweitgrössten Kolumbiens, wo wir eine Bootsfahrt unternahmen und verschiedene Wasservögel, Limikolen und Reiher fotografieren konnten. Weiter führte unsere Route auf einer Naturstrasse über die östliche Korrdilliere, die auf der Amazonasseite den Namen Trampolin de la Muerte trägt. Während mehreren Stunden durchquerten wir atemberaubenden Primärwald auf einer Strasse, die sich Abgründen entlang schlängelt, bis wir schliesslich in Mocoa eintrafen. Unterwegs fanden wir Bronzebürzelkolibri (Green-backed Hillstar), Streifenreiher (Fasciated Tigerheron) und Andenfelsenhahn (Andean Cock-of-the-Rock).
Letzte Station unserer Reise war das private Reservat Isla Escondida, das am Rande des Amazonasbeckens liegt und nur zu Fuss oder zu Pferd zu erreichen ist. Hier verweilten wir 4 Nächte, genossen die einzigartige Atmosphäre mitten im Regenwald, lernten den Eigentümer Jürgen und seine Partnerin Soraya kennen und waren mit Estefan unterwegs, der uns immer wieder neue Vogelarten präsentierte. Wohl nie vergessen werden wir die spektakuläre Aussicht von der auf 24 m Höhe gelegenen Plattform im Wipfel eines Urwaldriesens und die Sindflutartigen Regenfälle am Morgen des zweiten Tages.
Auf der Heimreise in die Schweiz machten wir einen Zwischenstopp in Bogota, wo wir das Goldmuseum und die Botero Ausstellung besuchten und mit Sara und Juan Pablo von NABA Expeditions Rückschau auf unsere sehr eindrückliche Reise hielten.
Sollten Sie sich für eine Reise nach Kolumbien interessieren, so melden Sie sich doch bei mir. Eine nächste Reise folgt bestimmt.